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Tierversuche – Wie weit ist Bayern mit Alternativmethoden?

10.08.2026
Bayern

Beschreibung

Die Drucksache enthält die Antwort der Bayerischen Staatsregierung auf eine Schriftliche Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zum Stand von Tierversuchen und tierversuchsfreien Methoden (New Approach Methodologies, NAMs) in Bayern. Die Anfrage thematisiert insbesondere Tierversuche mit mittlerem und schwerem Belastungsgrad, „Überschusstiere“, Primaten, Importe von Tieren für Tierversuche sowie die Förderung tierfreier Forschungsmethoden. Die Staatsregierung verweist mehrfach darauf, dass für verschiedene erfragte Daten keine gesetzliche Erhebungsgrundlage besteht. Sie beschreibt bestehende Maßnahmen zur Förderung von NAMs in Forschung und Lehre, etwa an der Universität Würzburg. Zudem nimmt sie Stellung zum neu eingerichteten Lehrstuhl für Versuchstierkunde und Tierschutz an der Universität Würzburg sowie zur geplanten Tierhaltung am Universitätsklinikum Augsburg. Zur Frage einer bundesweiten Reduktionsstrategie erklärt die Staatsregierung, dass sie Initiativen zur Verringerung von Tierversuchen grundsätzlich begrüßt, sofern dadurch keine Nachteile für Forschung, Entwicklung oder den Gesundheits- und Umweltschutz entstehen.


Fragen

1. Wie viele Tiere wurden in Bayern im Jahr 2025 in Versuchen der Kategorie „schwer“ verwendet (aufgeschlüsselt nach Tierarten)? 2. Wie viele Tiere wurden in Bayern im Jahr 2025 in Versuchen der Kategorie „mittelschwer“ verwendet (aufgeschlüsselt nach Tierarten)? 3. Wie viele Anträge auf Tierversuche der Kategorien „schwer“ und „mittelschwer“ wurden in Bayern im Jahr 2025 abgelehnt? 4. Wie beurteilt die Staatsregierung Vorschläge, nicht infektiöse und nicht gentechnisch veränderte Überschusstiere an andere Tierversuchseinrichtungen oder zoologische Einrichtungen abzugeben? 5. Welche Strategie verfolgt die Staatsregierung, um die Anzahl an Überschusstieren zu reduzieren? 6. Wie viele Affen wurden in Bayern im Jahr 2025 in Tierversuchsanlagen gehalten? 7. Wurden in Bayern im Jahr 2025 Tiere gehalten, die auf der Roten Liste gefährdeter Arten stehen? 8. Wie viele Tiere wurden im Jahr 2025 aus welchen Staaten nach Bayern importiert? 9. Welche Maßnahmen unterstützt die Staatsregierung, um Doktoranden und Studierende mit tierversuchsfreien NAMs vertraut zu machen? 10. Mit welchen Maßnahmen unterstützt die Staatsregierung Fortbildungen für Dozierende und Wissenschaftler zu tierversuchsfreien NAMs? 11. Welche weiteren Maßnahmen des Freistaats gibt es, um Alternativen wie NAMs in Forschung und Ausbildung zu fördern? 12. Welche Forschungsprojekte zur Entwicklung von Alternativmethoden wie NAMs fördert der Freistaat und in welcher Höhe? 13. Beabsichtigt die Staatsregierung, einen Lehrstuhl für Forschung und Lehre zu Alternativen zu Tierversuchen wie NAMs einzurichten, und falls nicht, warum nicht? 14. Welche Schritte unternimmt die Staatsregierung, um zu verhindern, dass Bayern bei der Forschung und Entwicklung von NAMs abgehängt wird? 15. Welche Inhalte werden am neuen Lehrstuhl für Versuchstierkunde und Tierschutz der Universität Würzburg vermittelt? 16. In welchem Umfang sind Alternativmethoden wie NAMs Bestandteil von Forschung und Lehre an diesem Lehrstuhl? 17. Welche Versuche sollen in der neuen Anlage des Universitätsklinikums Augsburg durchgeführt werden? 19. In welchem ungefähren Umfang sollen in der neuen Anlage des Universitätsklinikums Augsburg Versuche zur Grundlagenforschung durchgeführt werden? 20. In welchem ungefähren Umfang sollen in der neuen Anlage des Universitätsklinikums Augsburg Tiere zur Antikörpergewinnung genutzt werden? 21. Verfolgt die Staatsregierung eine Reduktionsstrategie, um insbesondere Tierversuche der Kategorien „mittelschwer“ und „schwer“ schritt¬weise zu ersetzen, vor allem auch in der Grundlagenforschung? 22. Wenn die Staatsregierung keine solche Reduktionsstrategie verfolgt, aus welchen Gründen nicht? 23. Inwieweit setzt sich die Staatsregierung für eine bundesweite Reduktionsstrategie zum Ausstieg aus Tierversuchen ein?